Gefördert: Spielen an der Schule Friedrich-Frank-Bogen in Hamburg

Spielstarke Schule

Idee 
Die Schule Friedich-Frank-Bogen ist eine zwei- bis dreizügige Grundschule in Hamburg. Sie liegt in Bergedorf-West, einem Brennpunkt im Hamburger Osten. Durch den Einsatz von Gesellschaftsspielen im Unterricht und am Nachmittag im Förder- und Forderbereich sollen die Schüler und Schülerinnen in ihren sozialen und emotionalen Fähigkeiten trainiert werden. Impulskontrolle, Selbstorganisation, Konzentrationsfähigkeit und flexibles Denken sind Grundvoraussetzungen für gelingendes Lernen. Gesellschaftsspiele eignen sich hervorragend zum Üben dieser Basiskompetenzen. 

Umfang der Förderung 
Fördergelder in Höhe von 1500 Euro wurden für die Anschaffung von Spielmaterial für 2016 bewilligt. Davon wurden ganze Klassensätze von Gesellschaftsspielen angeschafft. Bei der Auswahl und dem Einsatz der Spiele wurde die Schule von der Spielexpertin Christina Valentiner-Branth beraten.

Durchführung des Projektes
In einer dreistündigen Fortbildung für die Lehrkräfte und Erzieher/innen der Schule durch die Spielexpertin wurde jeder fit gemacht im Ablauf und der Durchführung einer Spielstunde nach dem Modell „Klassenspiel“. Außerdem vermittelte die Referentin allen viel Hintergrundwissen zum Trainingseffekt von Gesellschaftsspielen. In den Jahrgängen 2-4 wurde dann in Begleitung der Fortbildnerin der Ablauf geübt. 

Spielen auf dem Stundenplan
Die Klassensätze der Spiele stehen allen Lehrern und Lehrerinnen, Erziehern und Erzieherinnen der Schule an einem zentralen Ort zur Verfügung und können je nach Bedarf ausgeliehen werden. Viele Lehrer/innen haben eine „Spielzeit“ als Wochenstunde in ihrem Stundenplan festgesetzt. Diese Stunden sind bei den Schülern außerordentlich beliebt. 

Förderung in der Nachmittagsbetreuung
In den ersten Klassen wurde eine große Lücke bei der Spielkompetenz beobachtet. Hier gibt es einen hohen Anteil von Kindern, die noch nie einen Würfel oder Karten in der Hand hatten, denen das Konzept „im Uhrzeigersinn spielen“ oder „die höchste Zahl fängt an“ gänzlich unbekannt waren. Daher wurde eine besondere Förderung dieser Kinder im Nachmittagsbereich vereinbart. In Kleingruppen von 4 Kindern wurden die Erstklässler in Spielkompetenz geschult. Damit wurden sehr gute Erfahrungen gemacht. In 10 mal einer halben Stunde pro Vierer-Gruppe wurden alle Erstklässler fit gemacht für das Spielen in der ganzen Klasse.

Ausblick
Das Projekt soll den Eltern vorgestellt werden und außerdem auf der Homepage sichtbar werden. Für 2017 ist eine Neuausstattung der Pausenhalle geplant. Dabei sollen die Klassenspiele auch in den Pausen verfügbar gemacht werden. Eine Spieliothek wurde eingerichtet und dort können die Schüler/innen sich Spiele ausleihen. Die besondere Förderung in den ersten Klassen als Anschub wird beibehalten. Über die Anschaffung von weiteren Spielen und einen vertiefenden Einsatz dieser Fördermöglichkeiten dieses besonderen didaktischen Mittels wird zurzeit nachgedacht. 

Maria Werner (Schulleiterin/Vorstand Schulverein FFB)

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