Gefördert: Spiele-AG und Spieleabende am Schulzentrum am Heimgarten in Ahrensburg

Wer sind wir?

Ich bin begeisterter Vielspieler und Lehrkraft an einem Gymnasium in einem Schulzentrum. In dem Schulzentrum ist auch ein DAZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache) untergebracht, zu dem ein enger Kontakt besteht. Spiele als Mittel zur Kontaktknüpfung zwischen den deutschen Schülern und den vorwiegend Flüchtlingskindern fanden bereits statt. Wir versuchen auch über die Kinder die Eltern zu erreichen, so dass über die öffentlichen Spieleabende die Integration unterstützt werden soll. 

 

Das Projekt

Für viele Personen unseres Umfeldes sind nach wie vor Monopoly, Risiko und „Mensch ärgere dich nicht“ die Vorstellung eines Spieles. Die aktuellen Perlen der Spielewelt sind weitgehend unbekannt. Dies wollten wir durch die Spiele-AG und öffentliche Spieleabende ändern.

 

Erfolge, Probleme und Ausblick

Der AG-Bereich wurde vorwiegend von Schülern besucht, die ich im Unterricht hatte. Andere Schüler und auch Freunde der „Stammspieler“ kamen leider nur unregelmäßig. Der Versuch, gezielt Schüler einzubinden, bei denen der Lehrerschaft bekannt ist, dass sie viel alleine zu Hause sind, da beide Eltern ganztags berufstätig sind, klappte auch nur bedingt. Hatte ich diese Schüler im Unterricht und lud sie gezielt ein, so kamen sie ab und an, wurden sie von Kollegen angesprochen, so war der Erfolg mäßig. Hier ist geplant, dass ich die Kontaktaufnahme zu betroffenen Schülern mit etwa gleichaltrigen Schülern aus der AG vornehme.

 

Die öffentlichen Spieleabende wurden ganz gut besucht, wobei das Wetter hier eine bedeutende Rolle spielte: bei schönem Sommerwetter kamen um die 20 Besucher, bei weniger schönem Wetter hatten wir auch mal bis zu 40 Besucher. Die AG-Schüler übernehmen hierbei die Rolle von Spieleerklärern und spielen dann auch gerne mit. Die Stimmen sind durchweg positiv und die Zahl der „Wiederholungstäter“ zeigt, dass die Spieleabende ankommen. Die Frequenz der Spieleabende soll ausgebaut werden.

Die Eltern von Flüchtlingskindern konnten wir bislang leider nicht mobilisieren. Inzwischen kooperieren wir hierfür mit der Stadtbibliothek und auf einem dort durchgeführten Spieleabend kamen auch zwei Flüchtlingsfamilien. Leider waren keine den AG-Schülern und mir bekannten Kinder dabei. Aus diesem Grunde war die Kommunikation holprig, aber es schien, dass die Familien Spaß hatten und wir planen, diese Kooperation auszubauen.

 

Dr. Marcus Rehbein

Deutsch