Gefördert: Brettspiel-AG der Willy-Brand-Gesamtschule in Köln

Die Willy-Brandt-Gesamtschule Köln ist eine Gesamtschule im rechtsrheinischen Köln. Sie befindet sich in den Stadtteilen Höhenhaus und Dellbrück. Wir sind eine Ganztagsschule und bieten im Rahmen dieses Konzeptes auch eine Ganztagsbetreuung an. Hierzu zählen auch die Arbeitsgemeinschaften (kurz: AGs), die jeden Donnerstag stattfinden. In den von den Jahrgängen 5 - 7 besuchten Arbeitsgemeinschaften sollen die Schülerinnen und Schüler Freizeit miteinander teilen, Hobbys ausleben und natürlich Spaß haben.

Das Projekt baut auf einer bestehenden Arbeitsgemeinschaft auf, welche schon seit ein paar Jahren existiert. Zum Schuljahr 2017/2018 hat sich die AG eine Neuausrichtung überlegt, in der die Schülerinnen und Schüler vermehrt kooperative oder semi-kooperative Spiele spielen sollen, damit das Gemeinsame im Vordergrund steht und nicht das Gegeneinander. Da unsere Schule auch Kinder aus Kriegs- und anderen Flüchtlingsgebieten aufnimmt, war die Idee, diese auch über das Spiel mit anderen Schülerinnen und Schülern in Kontakt kommen zu lassen. Hierbei haben wir versucht, möglichst einfache Spiele auszuwählen. Die Schülerinnen und Schüler durften jedoch auch selbst Spiele für den Kauf vorschlagen.

Die Schülerinnen und Schüler der AG - insgesamt 17 - waren von Anfang an stark motiviert. Die Gruppe fand schnell zueinander, was wir mit Gruppenspielen wie „Werwolf“ erzielten. Hierbei zeichnete sich schnell eine erste Gruppe, bestehend aus sechs Schülerinnen und Schülern ab, die das Thema „Soziale Deduktionsspiele“ weiter verfolgen wollte und hier auch schon erste Vorschläge für weitere Anschaffungen machten. Auf der anderen Seite gab es eine Gruppe, die den kooperativen Aspekt noch stärker vertiefen wollte. Aus diesem Grund legten wir uns Spiele wie „5-Minute Dungeon“ zu, bei welchen zusammen gegen die Uhr gespielt wird.

  

Außerdem gab es direkt im März 2017 eine Gruppe, die daran interessiert war, selbst Spiele zu erfinden. Diese Gruppe bestand vor allem aus älteren Schülern, die daraufhin hochwertigeres Spielmaterial wie Miniaturen gerne für ihre eigenen Spiele nutzen wollte. Die Vorgabe der Lehrperson hierfür war, dass das Spiel auf jeden Fall kooperative Elemente enthalten sollte. Dies gelang den Schülern sehr gut und das fertige Ergebnis konnte dann mit den anderen Schülern erfolgreich getestet werden.

Im Laufe des Schuljahres gab es dann doch immer wieder auf den Wunsch einiger Schüler, nicht-kooperative Spiele zu spielen. Diesem Wunsch wurde nachgegangen und somit gab es innerhalb der AG keine Unstimmigkeiten. Schlussendlich kommen alle Schüler auch heute noch gerne zur AG und man kann von einem sehr erfolgreichen Projekt sprechen.

Fabian Wernscheid, Lehrer und Leiter der Brettspiel AG

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